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Buch Rezension: Koriandergrün und Safranrot von Preethi Nair

PostDateIconSamstag, 13. November 2010 um 19:24 Uhr | PostAuthorIconGeschrieben von: Administrator | Drucken | E-Mail

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Buch Rezension: Koriandergrün und Safranrot von Preethi Nair

Inhalt:

Nalini lebt in einem kleinen indischen Dorf. Von ihrer Mutter erlernt sie die Geheimnisse der Gewürze und das Kochen. Wer ein Problem hat, wendet sich an Nalinis Mutter und diese hilft durch den geschickten Einsatz der Gewürze demjenigen schnell und schmackhaft wieder ins Gleichgewicht zu gelangen.

Nalini ist bildschön und verliebt sich in Raul einen gesellschaftlich deutlich höher stehendem jungen Mann aus dem Dorf. Kurz vor seiner Hochzeit überredet er Nalini ihn zu heiraten und so brennen die beiden jungen Leute durch.

Das Leben in Mumbai ist für Nalini ungewohnt und trotz der Dienstboten fühlt sie sich oft einsam, besonders als sie nach kurzer Zeit schwanger wird und einem Sohn das Leben schenkt. Raul muss oft auf Geschäftsreisen gehen und Nalini holt ihre Mutter zu sich. Bald wird auch ihre Tochter Maya geboren. Vier Jahre später verlangt Raul von seiner Frau und seinen Kindern für ein Jahr nach London zu kommen.

1. Satz:


Offenbar ziehe ich das Chaos an.


Rezension:



Ein Roman über starke Frauen und zwei verschiedene Welten. Die Einfachheit des indischen Lebens, das stark geprägt wird von Religion und Tradition und das Leben in England, dass Nalini und ihrer Tochter Maya anfangs wie ein Schwarzweißfilm vorkommt. Sie vermissen die Farben, die Gerüche und die gewohnten lauten Geräusche. Raul verlangt von ihnen, mit Messer und Gabel zu essen und nicht mit den Fingern, wie es in Indien üblich ist. Die Kinder fügen sich schnell in das neue Leben mit Burgern und Schule ein und verabscheuen das indische Essen, das Nalini für sie zubereitet. Obwohl man zu glauben weiß, was geschehen wird, kann das Buch doch immer wieder überraschen.

Die Geschichte wird abwechselnd von Maya und ihrer Mutter Nalini erzählt. Durch die unterschiedlichen Perspektiven bekommt der Leser einen guten Überblick, wie schnell es zu Missverständnissen kommt, wenn man nicht immer mit offenen Karten spielt. Die Liebe zu Indien ist in den Seiten versteckt, ohne es zu romantisieren. Das Buch schenkt einen guten Einblick in das indische Leben und zumindest wurde in mir der Wunsch geweckt, mehr über die geheimnisvolle Welt der Gewürze zu erfahren. Bei diesem Buch hätte ich es mir sehr gewünscht wenn ein paar Rezepte beigefügt gewesen wären.

Fazit: Ein schönes Buch mit eingestreuten Weisheiten, dass sich lohnt zu lesen, ohne belehrend oder langweilig zu sein.  



Koriandergrün und Safranrot von Preethi Nair - Knaur Verlag


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