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Buch Rezension: Palast der Winde von M. M. Kaye
Buch Rezension: Palast der Winde von M. M. Kaye

Buch Rezension: Palast der Winde von M. M. Kaye
Inhalt:
Indien zur Zeit der britischen Besetzung. Ashton Hilary Pelham-Martyn wird in einem Zeltlager im Himalaya geboren. Sein Vater ist Brite und in Indien als Sprachwissenschaftler und Botaniker unterwegs, seine Frau Isobel begleitet ihn bei seinen Expeditionen. Kurz nach Ashtons Geburt verstirbt seine Mutter und wenige Jahre später auch sein Vater.
Da es zu diesem Zeitpunkt zu einem Aufstand der Inder gegen die britische Regierung kommt und alle Weißen getötet werden sollen, versteckt ihn seine Kinderfrau Sita und gibt ihn als ihren eigenen Sohn aus. Als Ashton elf Jahre alt ist, rettet er dem Sohn des Fürsten das Leben und muss vortan im Palast leben.
Dort freundet er sich mit der kleinen Prinzessin an, doch die zweite Rani hat böses im Sinn und bald ist Ashton gezwungen mit seiner Ziehmutter vor ihrem Hass zu fliehen. Erst als Sita im Sterben liegt, erfährt er alles über seine Herkunft und befolgt ihren Rat, sich an seine Verwandten zu wenden. Er wird nach England geschickt und darf erst Jahre später in sein geliebtes Indien zurückkehren.
1. Satz:
Ahton Hilary Akbar Pelham-Martyn wurde in einem Zeltlager unweit eines Passes im Himalaja geboren und kurz darauf in einem zusammenlegbaren Wassersack getauft.
Rezension:
Ein gewaltiges Werk - 1200 Seiten stark und nicht gerade groß gedruckt. Eine bezaubernde Liebesgeschichte um den britischen Offizier Ashton und die Prinzessin Anjuli. Die Geschichte beginnt mit Ashtons ersten Schrei und begleitet ihn durch seine Kindheit, Jugend und seine zwanziger Jahre. Ashton ist ein intelligenter Mann mit einem stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, einer ungewöhnlichen Sprachbegabung und der inneren Zerrissenheit zwischen seinem Gehorsam der britischen Armee und der Vebundenheit zu seinen indischen Freunden. Seine Vorliebe, sich mit Indern zu befreunden und das Verständnis für ihre Gefühle und Handlungsweisen, macht ihn nicht gerade beliebt bei seinen Vorgesetzten. Als er den Auftrag erhält, zwei Prinzessinnen zu ihrer Hochzeit zu begleiten und für ihre Sicherheit zu sorgen, ist er erstaunt in einer dieser Prinzessinnen seine Freundin aus Kindertagen Anjuli zu erkennen. Er verliebt sich auf der Stelle in sie, doch diese Liebe ist verboten und unmöglich.
Wer sich für Indien und deren Geschichte interessiert, wird sehr viel Interessantes erfahren. Man wird Zeuge von politischen Verwicklungen, den Unterschieden zwischen dem britischen und indischen Glauben und Verhalten und wer die Witwenverbrennungen als Barbarei bezeichnet, hat sicher recht, sollte aber bedenken, dass in Deutschland die letzte Hexe 1751 fackelte.
Fazit: Ein ganz großer Roman um eine Liebesgeschichte, die spannend, rührend und romantisch ist.
Palast der Winde von M. M. Kaye - 1118 Seiten ( Bild Bestseller )




