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Für Hexen gelten andere Feiertage - hier sind sie:
1.-2. Februar Imbolc
Dieses Fest hat eine lange Tradition. Die alten Römer trieben in dieser Nacht nackte Frauen durch die Strassen, wobei sie sie mit Ziegenleder peitschten. Damit sollte sichergestellt werden, dass sie fruchtbar wurden.
Es ist das Fest der heiligen Brigid. Die Natur erwacht ganz langsam aus ihrem Winterschlaf und die Sonne erscheint wieder jeden Tag ein wenig eher und es ist nicht mehr so schnell dunkel.
Zum Brauchtum gehörte es, die Bäume wachzurütteln. Wer hellsichtig war, konnte Brigid auf ihrem Hirsch sehen, wie sie die Samen in der Erde und die Bäume wieder weckte.
So bald es dunkel wird, sollte man in allen Zimmern für kurze Zeit das Licht anmachen und Kerzen entzünden. So erweist man dem wiederkehrenden Licht seine Ehre.
21. März Ostara
Mit der ersten Tagundnachtgleiche des Jahres wird Ostara gefeiert die Göttin der Fruchtbarkeit.
Vor der Christianisierung schritten die Bauern ihre Felder ab und legten an die Ecken Kräuter und Blumen, sowie eine Kerze, die entzündet wurde. So wurde um Fruchtbarkeit, reiche Ernte und um Schutz für den Besitz gebeten.
Und auch das Osterei hat eine lange Tradition und wurde schon von den alten Persern verschenkt. Im heidnischen Glauben symbolisiert es das Weltenei.
30. April - 1. Mai Walpurgisnacht (Beltane )
Beltane ist der Tag der strahlenden Sonne. Der Winter und Frühling sind überstanden und der Sommer wird gefeiert. Es wurden Beltane-Feuer entzündet und neun Monate später kam so manches Kind, dass dieser heiligen Verbindung entsprang geboren. Diese Nacht steht ganz im Zeichen der Vereinigung von der Göttin und ihrem Gefährten.
Das Aufstellen eines Mai-Baumes gehört auch zu den Symbolen dieses Tages und seiner Nacht.
Der Baum ist ein Zeichen, für die Verbindung zwischen Himmel und Erde und wenn man möchte, kann man ihn auch als Phallus-Symbol sehen, der sich mit der Krone (Scheide) vereingt hat.
Gegensätze werden überwunden, damit Neues entstehen kann.
Dieser Tag eignet sich auch besonders gut zum Heiraten.
21. Juni - Sommersonnenwende
Der längste Tag und die küzeste Nacht des Jahres werden besonders gefeiert und sind ein wichtiger Markierungspunkt im Hexen-Leben. An diesem Tag erfreut man sich des Lebens, aber man macht sich bewusst, dass der Prozess des Sterbens bereits einsetzt. Die Tage werden ab jetzt wieder kürzer und das Tageslicht räumt der Dunkelheit wieder einen größeren Platz ein. In der Nacht des 21. Juni verschwimmen die Grenzen zwischen der Menschenwelt und der Naturgeister. Wenn man Glück hat, kann man am Lagerfeuer Zwerge oder Feen mitfeiern sehen.
30. Juli Lammas - Lugnasad
Dieses Fest steht ganz im Zeichen von Energie. Der August ist der heißeste Monat, gefüllt mit Hitze, prickelnder Energie und mit den meisten Gewittern (Energie-Entladungen). Zu Ehren dieser Energien wurden Tänze veranstaltet. Oft wurden dabei die Äcker und Felder umrundet, um sie so zu schützen.
Es ist auch die Zeit der ersten Ernte und die Bauern ließen früher immer einige Halme stehen aus Dankbarkeit an Mutter Erde.
21. September Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche
Heute wird der Göttin für alles Gute gedankt. Für die Ernte und das Wohlergehen. Bald ist es an der Zeit, dass die Natur in den Winterschlaf geht. In früheren Zeiten war es überlebenswichtig, dass die Ernte reich ausfiel, nur so war es möglich, den Winter zu überstehen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass einige der besten Früchte der Göttin geopfert wurden, um auch für das nächste Jahr ihr Wohlwollen zu geniessen. Vielleicht wäre es keine schlechte Idee an diesem Tag, an das örtliche Tierheim zu spenden oder an eine Organisation in Deinem Sinne.
31. Oktober Halloween - Samhain
In dieser Nacht beginnt das neue Hexenjahr. Es ist Zeit Bilanz zu ziehen, das Alte abzuschließen und das Neue Willkommen zu heißen.
In dieser Nacht ist es besonders leicht mit Verstorbenen Kontakt aufzunehmen. An diesem Tag wurde das Vieh geschlachtet, das keine Chancen hatte, den Winter zu überstehen. In dieser Nacht wurde die Zeit der Kälte eingeläutet und unsere Vorfahren wußten um die harte Zeit, die ihnen nun bevor stand.
Auch hier wird es immer mehr üblich Halloween mit ausgehöhlten und beleuchteten Kürbissen zu ehren und sie das Haus bewachen zu lassen und die kleinen "Geister" mit Süßigkeiten zu besänftigen.
Samhain ist auch der Tag der Frau Holle, die wie keine andere alle Gegensätzlichkeiten in sich vereint.
Wer möchte, kann diesen Tag mit einem Holunderlikörchen ehren und dabei Geschichten von Verstorbenen erzählen, die nicht in Vergessenheit geraten sollen.





