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Die Rauhnächte

Mit den Rauhnächten sind die Tage zwischen den Tagen gemeint.
Es ist eine magische Zeit voller Märchen und alten Überlieferungen, die Zeit der Frau Holle und von Odin, der mit seinen gefallenen Kriegern auf die wilde Jagd geht.
Die erste der Rauhnächte beginnt in der Heiligen Nacht am 24.12. um 24 Uhr und die letzte Rauhnacht endet in der Nacht vom 05. Januar um 24 Uhr.
Jeder dieser Tage und Nächte steht für einen Monat des kommenden Jahres. Man sollte also in diesen Tagen besonders achtsam sein, wie man sich verhält und was einem widerfährt. Bekommt man z. B.  am 29. Dezember überraschenden Besuch und hat viel Spaß, kündigt dies für den Mai einen unrwarteten Besucher an und einen fröhlichen Monatsverlauf. Streitigkeiten und alles was man im nächsten Jahr nicht haben möchte, sollte man also tunlichst vermeiden.
Hat man aber doch Ärger an einem dieser Tage gehabt, oder andere Widrigkeiten, so kann man diese am Tag der Kinder, dem 28. Dezember oder am 05. Januar auflösen. Dazu schließt man die Augen und läßt die ganze Situation noch einmal vor dem geistigen Auge ablaufen, nun sendet man weißes Licht in den Ablauf, bis alles in hellem Licht erstrahlt und schickt so positive Energie hinein, bis sich das Negative aufgelöst hat.

Besondere Beachtung haben auch die Träume, denn sie können in dieser Zeit einen hellsichtigen Charakter haben, auch hier gilt jede Nacht steht für einen der kommenden Monate. Es lohnt sich also in dieser Zeit ein Traumtagebuch zu führen.

Überhaupt eignet sich die Zeit ideal zum Orakeln und Kartenlegen. Nicht umsonst wird schon aus alter Tradition heraus am Silvesterabend Blei gegossen.

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Ihre Namen haben die Rauhnächte von dem Brauch zu dieser Zeit, Stall und Wohnräume mit Räucherwaren zu desinfizieren und böse Geister so zu vertreiben.

Was man in dieser Zeit beachten sollte:


Die Tiere im Stall können in diesen Nächten richtig sprechen, aber nur Quatemberkinder (Hellsichtige) können sie verstehen.

Man soll keine großen weißen Wäschestücke im oder am Haus aufhängen, schnell kann es zum Leichentuch im nächsten Jahr nehmen.

Während der ersten halben Stunde des neuen Jahres, verschließt man die Haustür und läßt nur die Hintertür offen, damit das Glück durch diese hereinkommt.

Es ist ratsam einen Teller mit Gebäck, ein Glas Milch und ein paar Münzen auf das Fensterbrett zu stellen. So werden die vorbeiziehenden Geister wohl gestimmt.


Verschiedenes Räucherstoffe oder Düfte vertreiben böse Geister oder locken gute an.
 

Am 06. Januar sollte alle Weihnachtsdeko verschwunden sein,nur so kann man Altlasten aus dem vergangenen Jahr los werden.

Besonder Beachtung sollte man dem ersten Kunden schenken, der in das Geschäft kommt. Ist eine alte Frau, wird das Jahr finanziell knapp. Ist es eine junge Frau oder ein Kind, werden die bilanzen gut ausfallen.

Man soll keine Türen laut zuschlagen, sonst könnte sein, das im Jahr ein Blitz einschlägt.


Ist es in diesen Tagen sehr neblig, wird das nächste Jahr nass.

Hört man die Neujahrsglocken hell und klar, wird das nächste Jahr ein ganz besonderes Jahr.
 

Wenn ein junges Mädchen eine Zwiebel aufschneidet und diese mit Salz bestreut, wird sie in der Nacht von ihrem kommenden Geliebten träumen.

Frau Holle, die eine Vorliebe für fleißige Menschen hat, sieht es gerne, wenn das Haus in dieser Zeit nett ordentlich und sauber ist, aber sie möchte, dass wir in diesen Tagen nicht arbeiten, sondern uns ausruhen und neue Kraft schöpfen für das neue Jahr.
 

Schmiert und putzt man während des Heiligabendläuten Türschlösser und Riegel, darf man auf Reichtum hoffen.
 

Schneidet man am Dreikönigstag eine Wunschelrute, so hat diese besondere Qualitäten. Man kann sie nach einem der drei heiligen Könige benennen - Wird sie Caspar genannt, findet sie Gold, heißt sie Balthasar findet sie Silber und benennt man sie nach Melchior, so findet sie Wasser.


Besonderheit die Thomas-Nacht (22.12) - Wintersonnenwende

Möchte man wissen, mit wem man im nächsten Jahr zusammen kommt. Schreibt man die Namen der Frauen oder Männer auf kleine Zettel und faltet sie zusammen und legt sie unter das Kopfkissen, man kann auch einen leeren Zettel darunter mischen. Am nächsten Morgen zieht man einen dieser Zettel und weiß nun, mit wem man das nächste Jahr eine Liebesbeziehung hat - Ist der Zettel leer, kommt ein noch bislang unbekannter Partner auf einen zu.
man kann aber auch diese Nacht verkehrt herum im Bett schlafen, den heilgen Thomas um Rat bitten und kann dann, so der heilige Thomas ein Einsehen hat, den Partner im Traum erkennen.



 


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