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Astrid Lindgren - Das entschwundene Land

In diesem Buch lässt Astrid Lindgren den Leser an der großen Liebe ihrer Eltern und den Erinnerungen an ihre Kindheit teilhaben. Wenn man diese Familiengeschichten gelesen hat, weiß man, warum gerade Astrid Lindgrens Kopf Charaktere wie Pippi, Michel und Madita entsprungen sind.

Sie beschwört Bilder einer Kindheit herauf, der es nicht an Herzenswärme, Geborgenheit und Freiheit fehlte. Eine Welt in der Kinder noch im Fluss badeten, von Heuhaufen sprangen und unter den fürsorglichen Augen eines ganzen Dorfes aufwuchsen. Dieses Landleben, dass für uns heute wie eine große Idylle klingt, war aber auch verknüpft mit harter körperlicher Arbeit und Verantwortung, von der die Kinder nicht ausgeschlossen wurden. Unwillkürlich erinnert man sich beim Lesen an die Gerüche der eigenen Kindheit, den Duft von Waldmeisterwackelpudding, Kaninchenstall und frisch gemähtem Gras. Das Buch lädt ein zum Eintauchen in dieses entschwundene Land, in dem die Uhren noch langsamer gingen, der Tagesablauf vom Wetter und der Jahreszeit abhängig war.

Astrid Lindgren wendet sich in einem Kapitel an junge Eltern, damit sie ihren Kindern möglichst früh das Tor zum Lesen öffnen, gibt Ratschläge zum Schreiben von Kinderbüchern und verrät wie sie an ihre Ideen kam. Im Buch sind auch einige Fotos abgedruckt, die einen zusätzlichen kleinen Einblick gewähren.

Warum man vielleicht zu diesem Buch greifen sollte:
1. Wenn man ein Fan von Astrid Lindgren und ihren Charakteren ist
2. Wenn man Familiengeschichten mag
3. Sich für das Leben vor einhundert Jahren interessiert

Fazit:
Ein sehr schönes Buch, dass den Zauber von Michel und den Kindern von Bullerbü einfängt.

Das entschwundene Land von Astrid Lindgren - Oetinger - ISBN: 104 Seiten

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Michael Palin: Hemingways Stuhl

Irgendwann macht die Modernisierung auch vor einem ländlichen Post-Office nicht halt. Diese Erfahrung muss auch Martin machen, Postler aus Überzeugung, der unsanft aus seinem Dornröschenschlaf geweckt wird. Plötzlich sieht er sich Intrigen gegenüber und nichts bleibt, wie es einmal war und zu allem Übel taucht da auch noch diese Amerikanerin auf, die auch auf der Jagd nach Hemingway-Schätzen ist.

Wo Michael Palin auf dem Cover steht, sollte man nicht automatisch Monty-Python erwarten. Der Humor in diesem Buch ist eher wie ein feines britisches Lächeln.
Martin ist ein Anti-Held der von den Ereignissen überrollt wird, ein schüchterner Träumer, der noch bei seiner Mutter lebt und sich glücklich fühlt, wenn er mit einem Glas Grappa Zwiesprache mit seinem Idol Ernest Hemingway halten kann, den er mit dessen Spitznamen ‚Papa‘ anredet. Er weiß alles über den Autoren und kann sich bestens in dessen Charakter hineinversetzen. Sein Idol verleiht ihm Kraft und stärkt ihm den Rücken und ganz nebenbei bekommt der Leser einige Einblicke in das Leben des verehrten Hemingway . Michael Palin hat hier einen feinsinnigen Roman geschaffen, der sich dem Thema des Modernisierens annimmt, das keine Rücksicht auf Personen oder zwischenmenschliche Beziehungen nimmt. Es lässt den Leser aber auch über den Sinn von Vorbildern nachdenken und wirbt um Verständnis für Menschen, die in ihrem Fan-Sein glücklich sind. Einzig das Ende des Buches konnte mich nicht ganz überzeugen.

Warum man vielleicht zu diesem Buch greifen sollte:

01. Wenn man ein Fan von Ernest Hemingway ist
02. Wenn man feinen britischen Humor mag
03. Wenn man auch kein Fan von unpersönlichen Ämtern ist

Fazit: Nicht nur für Hemingway-Fans ein unterhaltsames Lesevergnügen. 

Hemingways Stuhl von Michael Palin - Haffmans Verlag - ISBN: 978-3251003105 - 309 Seiten

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Montag, 06. Oktober 2014 um 09:47 Uhr
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Deborah Moggach - Club der gebrochenen Herzen

Mit siebzig Jahren erbt der ehemalige Schauspieler Buffy überraschend ein Bed and Breakfast. Noch einmal wagt er einen Neuanfang und zieht in das kleine Städtchen in Wales. Er ist ein charmanter Gentleman, der in seinem Leben viele Frauengeschichten hatte, aus denen zahlreiche Kinder entstanden. Nun will er es noch einmal wissen und versucht dem in die Jahre gekommenen Haus wieder Leben einzuhauchen.

Eine Geschichte mit ganz viel Herzenswärme, dass die Sehnsucht nach einer Tasse Tee und englischer Gemütlichkeit weckt. Das Buch wird bevölkert von den unterschiedlichsten Personen, die alle auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit sind, egal in welchem Alter und der eine oder andere Leser wird sich vielleicht verstanden fühlen. Da ist der gutaussehende Mann, der von den Krankheiten seiner Mutter daran gehindert wird, eine Beziehung einzugehen. Die Geliebte, die ein wenig verbittert ist, weil sie ihre schönsten Jahre in eine Illusion investiert hat. Frauen, die entdecken, dass sie sich vom eigenen Geschlecht angezogen fühlen und mittendrin Buffy, der manchmal von den Geschehnissen ein wenig überrollt wird und eine sehr gute Idee ausgebrütet hat. Die alte Pension ist schon ein wenig in die Jahre gekommen, aber muss man ein solches Haus von Grund auf modernisieren, damit es geschätzt werden kann oder sind es die knarrenden Stufen und die altersbedingten Schönheitsfehler, die es zu einem Haus mit Atmosphäre machen?

Warum man vielleicht zu diesem Buch greifen sollte:
01. Wenn man sich nicht traut, die Liebe wieder in das Leben einzuladen
02. Wenn man schon immer davon geträumt hat, in England ein Bed and Breakfast zu eröffnen
03. Wenn man sich für Beziehungen zu alt hält

Fazit: Das Buch schenkt Hoffnung, dass die Liebe zu jedem kommen kann, wenn er oder sie nur dafür offen ist, unabhängig vom Alter oder den Erfahrungen, die man gesammelt hat.

Club der gebrochenen Herzen von Deborah Moggach - Insel Verlag - ISBN: 978-3458359319 - 384 Seiten

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